Pferde:

Wie auch bei meinen anderen Interessen, entwickelte sich mein "Pferdewahn" bereits in meiner Kindheit - laut meiner Eltern sogar bereits, bevor ich überhaupt zur Schule ging -.

 

Wie es sich für ein Kind gehört, interessierten mich natürlich nur "pferdische" Wesen, die von der Größe auch zu mir passten, also Ponys. Der Begriff "Stubenhocker" war für mich ein völliges Fremdwort, sobald es irgend möglich war, stromerte ich draußen in der Gegend rum und wußte schnellstens, wo sich Ponys befanden, und wem sie gehörten.

Meine Eltern bemerkten diese Neigung wohl, aber für meinen Vater waren Ponys oder Pferde gleichzusetzen, mit völlig unnützen Tieren, die nur Futter fraßen und Arbeit machten.

Glücklicherweise hatten unser Nachbar und mein damals noch lebender Opa mehr Verständnis dafür.

Eines Tages erstand unser Nachbar einen Welsh-Wallach.

(so ähnlich hat er ausgesehen, denn Fotos existieren leider nicht)

Beispiel eines Welch-Ponys

 

Jeden Tag, bei Wind und Wetter, verbrachte ich Stunden bei diesem Wallach. Er war kopfscheu und es dauerte einige Wochen Geduld, bis ich "meinem Djinnemann" überhaupt das Stallhalfter überstreifen konnte.

Die ersten Ritte fanden natürlich auf der Wiese statt und nach dem ersten Ausritt in des Nachbarn Begleitung gab es kein Halten mehr und ich erkundete von nun ab meine Heimat vom Pony-Rücken aus.

Wie oft habe ich diesen Rücken doch während meiner Erkundungen unfreiwillig verlassen müssen. Doch als Kind nimmt man das alles doch sehr gelassen hin, schüttelt sich, fängt das Pony wieder ein
und steigt wieder auf als ob nichts gewesen wäre.

Selbst der schlimmste Frost, den es zu der Zeit ja noch gab, konnte mich nicht davon abhalten auf "Djins" Rücken zu klettern. Prompt habe ich mir natürlich die Zehen angefroren.


Als mein Vater davon erfuhr, empfahl er mir ein altes Hausmittel, über das ich in meiner kindlichen Unwissenheit nur mit dem Kopf schütteln konnte und ihm nicht glaubte:

Bei dem nächsten Schnee sollte ich barfuß darin herumlaufen, bis meine Füße zu brennen beginnen und anschließend seien meine Zehen wieder in Ordnung.

Natürlich hatte mein Vater Recht, nach dieser "Roßkur" waren meine Zehen wieder in Ordnung.

 

Einige Jahre später war "Djin" war für mich leider zu klein geworden.

 

Nach langem hin-und-her bekam ich 1976 mein erstes eigenes Pony mit Namen
"Pronto".
- ich weiß, jeder verbindet mit diesem Namen Möbel-Politur -
Für mich hieß er von Anfang an nur "Männlein".

(auch zu ihm gibt es leider keine Fotos und aufgrund seiner unbekannten Rasse war es mir nicht mal möglich mit Hilfe des Internet eines ähnliches Foto zu finden)

Es war ein typischer Brauner mit schwarzer Mähne und Schweif und einem "Schmusemaul" (falbfarben im Gegensatz zu seinem braunen Gesicht) ohne jegliche weiße Abzeichen. Sein Stockmaß betrug
ca. 1,35 mtr. und seine Figur entsprach der eines Shetlandponys.

Geschichte: >>>

 

Im Alter von ca. 20 Jahren bekam er leider durch meine eigene Schuld Hufrehe und mußte so dem Metzger übergeben werden. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits verheiratet und mein damaliger Mann stolzer Besitzer eines Schimmel-Wallachs (Rheinländer-Arabermix?) mit einem für mich enormen Stockmaß von ca. 1,70 mtr..

- auch hierzu gibt es eine kleine Geschichte: >>>

Dieser Schimmel sollte nun den Ersatz für "Männlein" darstellen, da mein Mann eigentlich gar kein Interesse an der Reiterei hatte. Nur ich tat mich mit diesem immer noch schrecklich verzogen Pferd schwer.

Von meinen Ponys war ich einen forschen Vorwärtsdrang gewöhnt. Ich mußte diese eher zurückhalten, als antreiben. Der Schimmel jedoch, ließ sich nur unter Zeigen der Gerte zu schnelleren Gangarten bewegen.

Um ihn dann doch etwas besser unter Kontrolle zu bekommen, entschied ich mich zu einigen Gehorsamsübungen auf einem ausgedienten Sportplatz.

Am zweiten Tag auf diesem Platz scheute der Schimmel jedoch so stark vor einem aufgeschreckten Reh, daß er den halben Sportplatz im Rückwärtsgang zurücklegte, am Ende das Gleichgewicht verlor und auf mich fiel.
Nun reichte es, meine Sympathie für ein Großpferd war nun endgültig gestorben.

Der Schimmel mußte weg!

Schnell war ein Pferdehändler gefunden, der sich zu einem Tausch, Schimmel gegen Kleinpferd, einverstanden erklärte.

so ist es passiert >>>

So kam ich dann zu meinem "Männlein", einem westfälischen Reitpony-Wallach, namens "Nizaar".

Der Dicke mit ULH

Der 'Dicke' mit besserer Haelfte
 
Dieser war ein gekörter Hengst mit "Pony-Abitur" und erst kurz bevor ich ihn erwarb zum Wallach-Daein verurteilt worden.

Im Alter von 18 Jahren wurde er leider, aus mir unerklärlichen Gründen, so bösartig, daß ich auch ihn dem Metzger übergeben mußte.

Was nun?
Mein zweiter Mann (für ihn hatten wir gerade vor einem halben Jahr einen Budjonny-Wallach gekauft) und ich konnten es uns nicht leisten ein neues Pferd zu kaufen. Schließlich hatten wir gerade erst geheiratet.
Die Hilfe kam in Form meiner Eltern, die mein pferdeloses Dasein bedauerten, und uns so ein Darlehn zum Kauf eines neuen Pferdes gewährten.

Die guten Erfahrungen beim Kauf des "Großen" für meinen Mann ließen uns nun wieder zu dem Händler, der Pferde aus Russland importierte, fahren.

Teddy >>

Und so bin ich nun seit September 1994 stolzer und überglücklicher Besitzer eines "Anglo-Achal-Tekkiners":

Teddy mit ULH

Dunkelfalbe ohne Abzeichen, Stockmaß 1,62 mtr.

weitere Fotos: >>

Das Traumpferd in weiter Zukunft:

(natürlich ein Achal Tekkiner)

weitere Fotos von Achal Tekkinern:

>>>

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